6. StUB-Dialogforum: Zweckverband stellt Vorzugstrasse für das Raumordnungsverfahren vor

6. StUB-Dialogforum: Zweckverband stellt Vorzugstrasse für das Raumordnungsverfahren vor

Am Dienstag, 7. Mai 2019, findet das 6. Dialogforum zur Stadt-Umland-Bahn (StUB) statt. Im Vereinshaus in Herzo-genaurach präsentiert der Zweckverband den Linienverlauf der StUB, der als Vorzugstrasse in die Unterlagen des Raumordnungsverfahrens aufgenommen werden sollte.

Über 100 mögliche Streckenführungen hat der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn gemeinsam mit seinen beauftragten Planungsbüros in den letzten Monaten umfangreich bewertet. In einem mehrstufigen formalisierten Auswahlverfahren wurden Schritt für Schritt die aus planerischer Sicht aussichtsreichsten Varianten ermittelt. Nach der Präsentation der Untersuchungsergebnisse zur Regnitzquerung im 5. Dialogforum steht in der kommenden Ver-anstaltung der gesamte Streckenverlauf von Nürnberg über Erlangen nach Herzogenaurach im Mittelpunkt. „Insgesamt acht Teilstrecken-Varianten haben außerhalb der Regnitzquerung die letzte Stufe des Formalisierten Abwägungs- und Rangordnungsverfahrens erreicht. Während die Prüfung der Variante über die Rathgeberstraße in Herzogenaurach bereits abgeschlossen ist, werden für das Stadtgebiet in Erlangen derzeit noch sieben Teilstrecken-Varianten intensiver betrachtet: eine alternative Route im Bereich des Nahversorgungszentrums in Büchenbach, eine im Erlanger Stadtzentrum über die Sieboldstraße, eine Variante über die Friedrich-Bauer-Straße im Erlanger Süden sowie vier in Tennenlohe“, erläutert Daniel Große-Verspohl, Geschäftsleiter des Zweckverbands.

Letztes Dialogforum vor Raumordnungsverfahren

Gemeinsam mit seinen Fachplanern wird der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn im 6. Dialogforum die detaillierten Bewertungen der Teilstrecken-Varianten vorstellen und aufzeigen, welche Linienführung der StUB aus Sicht der Gutachter die Vorzugstrasse für das anstehende Raumordnungsverfahren sein sollte.

Das 6. Dialogforum findet am Dienstag, 7. Mai 2019, im Vereinshaus in Herzogenaurach (Hintere Gasse 22, 91074 Herzogenaurach) statt. Beginn ist um 18:30 Uhr. „Da die Stadt-Umland-Bahn zukünftig die drei Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach miteinander verbinden wird, hatten wir uns im Vorfeld der Bürgerbeteiligung entschieden, unsere Dialogforen immer im Wechsel in den drei Städten zu veranstalten. Den Anfang hatten wir damals in Herzogenaurach gemacht. Nun schließt sich der Kreis wieder: In Herzogenaurach werden wir die Suche nach der besten Streckenführung für die StUB beenden und ins Raumordnungsverfahren star-ten. Der Dialog geht natürlich weiter“, erklärt Daniel Große-Verspohl.

Kostenloser Shuttle-Bus

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind zum 6. Dialogforum herzlich eingeladen. Für alle Teilnehmer aus Erlangen und Nürnberg bietet der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn einen kostenlosen Shuttleservice (Hin- und Rückfahrt) per Bus an. Eine Anmeldung ist per E-Mail an info@stadtumlandbahn.de bis 30. April 2019 möglich.

Der Zweckverband empfiehlt die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel bzw. des angebotenen Shuttles. Im direkten Umfeld des Vereinshauses stehen nur wenige Parkplätze zur Verfügung. Bei Anreise mit dem Auto kann der wenige Gehminuten entfernte Parkplatz „P1 An der Schütt“ angefahren werden.

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV StUB), mit seiner Geschäftsstelle in Erlangen, ist für die Planung, den Bau und Betrieb der StUB zuständig. Mitglieder des ZV StUB sind die drei Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach. Verbandsvorsitzender ist derzeit Dr. German Hacker, Erster Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach. Bei der Stadt-Umland-Bahn handelt es sich aktuell um eines der größten Straßenbahnprojekte in Deutschland.

Das Raumordnungsverfahren

Das Raumordnungsverfahren (ROV) beurteilt bauliche Vorhaben, die eine überörtliche Bedeutung haben, auf ihre Raumverträglichkeit. Gesetzliche Grundlage ist das Bayerische Landesplanungsgesetz (BayLplG). Beteiligt werden sollen alle von der raumbedeutsamen Maßnahme berührten öffentlichen Planungsträger. Seitens der Landesplanungsbehörde werden die verschiedenen fachlichen Interessen abgewogen. Das Verfahren wird mit einer landesplanerischen Beurteilung, das heißt einer Befürwortung ohne oder unter Auflagen bzw. einer Ablehnung, abgeschlossen.

Erlangen, 23. April 2019