Dialog-Forum am 18.12.2017

Dialog-Forum am 18.12.2017

Dialog-Forum zur Planung der Stadt-Umland-Bahn Nürnberg – Erlangen – Herzogenaurach

Montag, den 18. Dezember 2017
von 18:30 bis 21:00 Uhr
im Vereinshaus Herzogenaurach, Hintere Gasse 22a, 91074 Herzogenaurach

Kurz-Dokumentation 1. Dialog-Forum der Stadt-Umland-Bahn

Vereinshaus Herzogenaurach, 18. Dezember 2017

Dr. German Hacker, Erster Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach und Dr. Florian Janik, Oberbürger­meister der Stadt Erlangen und Vorsitzender des Zweckverbandes der Stadt-Umland-Bahn Nürnberg-Erlangen-Herzogenaurach (StUB) begrüßten die Teilnehmenden. Es gehe darum, zu informieren, die Menschen mitzunehmen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass am Ende eine optimale Straßenbahn realisiert werde. Vor allem solle im Dialog ergebnisoffen geklärt werden, wo die Trasse verlaufen solle – wobei die Offenheit durch klare Leitplanken begrenzt sei: Die StUB müsse am Ende gefördert und genehmigt werden können und sie müsse entsprechend den politisch beschlossenen Zielvorstellungen der drei Städte eine schnelle Verbindung zwischen den Verkehrs-, Siedlungs- und Arbeitsschwerpunkten der Region leisten.

Anschließend stellten Daniel Große-Verspohl, Geschäftsleiter, und Florian Gräf, technischer Leiter des Zweckverbands, den Zweckverband und die Planungsgeschichte der StUB dar (siehe Präsentation 1). Im Detail gingen sie auf die Kosten für die drei Städte ein, die im Jahre 2015 berechnet wurden und nun im Laufe der Planung kontinuierlich aktualisiert werden. Dr. Christoph Ewen, team ewen, vom Zweckverband beauftragter Moderator, stellte das Ergebnis seiner Gespräche mit Vertretern von Politik und Interessengruppen aus der Region dar und erläuterte das gewählte Dialogkonzept (Präsentation 2).

Entsprechend diesem Konzept fand der Dialog vorerst im Inneren Kreis zwischen den zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern, den Vertretern von Interessenverbänden sowie dem Zweckverband und den Ober-/Ersten Bürgermeistern statt. Man einigte sich schnell auf die Regeln der Zusammenarbeit und äußerte großes Interesse an der gemeinsamen Arbeit. Wichtig sei Klarheit, Transparenz und Ergebnisorientierung. Man wolle nicht endlos die immer gleichen Debatten führen sondern die Chance nutzen, die der Dialog bietet. Man warte schon lange genug auf die StUB und wenn man nun die Hinweise und Interessen von Senioren- und Behindertenverbänden, Arbeitnehmer­vertretern, Vertretern von Rad- und Fußverkehr, von Landwirten, Umweltverbänden und Unternehmen so weit möglich berücksichtige, sei man auf einem guten Weg.

Im Blick auf die zukünftige Planung erläuterten Herr Große-Verspohl und Herr Gräf, wie sie sich die Verzahnung von Dialog einerseits und den für die Genehmigung nötigen Verwaltungs­verfahren andererseits vorstellen. Am Ende des Jahres 2018 wolle man mit einer „Vorzugstrasse“ in das sogenannte Raumordnungsverfahren gehen. Daher gehe es jetzt vor allem um das „Wo“ (Präsentation 3). Dazu, so der Moderator, folgten beginnend mit dem 7. Februar 2018 („Trassen-Forum“) Ortsbegehungen, Fachdiskussionen und in halbjährlichem Abstand Dialog-Foren.

In der am Ende für den Äußeren Kreis (Vertreter von Kommunalpolitik, Bürgervereinen und weiteren Verbänden) und das Publikum geöffneten Diskussion kamen neben vielen guten Hinweisen und Fragen noch einmal grundsätzliche Themen wie vermutete Kostensteigerungen und grundsätzliche Skepsis auf den Tisch. Einer der Zufallsbürger brachte es dann auf den Punkt: Er wünsche sich vorwärts gerichtete Debatten und freue sich auf das Trassenforum am 7. Februar.

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