4. Planungswerkstatt im Februar 2021

Vom 18. bis 20. Februar 2021 veranstaltete der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn gemeinsam mit dem Stadtjugendring Erlangen die vierte Planungswerkstatt für Kinder und Jugendliche.

Inhalte

16 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 13 Jahren nahmen an der vierten Planungswerkstatt zur Stadt-Umland-Bahn teil. An den drei Tagen im Februar planten die Teilnehmenden den Streckenabschnitt für die Stadt-Umland-Bahn ab der Haltestelle „Am Wegfeld“ in Nürnberg bis nach Tennenlohe. In einem virtuellen Rundgang studierten sie aktuelle Pläne und Fotos zur Linienführung, um im Anschluss mithilfe des Videospiels Minecraft die verschiedenen Bereiche des Streckenverlaufs zu gestalten.

Virtuelle Gestaltung der Streckenführung

In vier Gruppen bauten die jungen Planerinnen und Planer verschiedene virtuelle Modelle. Begleitet wurden sie dabei von Mitarbeitern des Stadtjugendrings Erlangen sowie einem Fachplaner des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn. Dieser gab eine Einführung in die technischen und planerischen Rahmenbedingungen des Straßenbahnprojekts.

Viele Ideen für die Planung der StUB

Bei der Gestaltung der Modelle haben die jungen Planerinnen und Planer die jeweiligen Besonderheiten entlang der in der Realität etwa acht Kilometer langen Strecke berücksichtigt. Dabei waren ihnen insbesondere die Erhaltung umliegender Bäume entlang des Linienverlaufs wichtig. Wo möglich, sollte sich die StUB den vorhandenen Straßenraum mit dem Autoverkehr teilen.

Die Vorschläge und Wünsche der Kinder und Jugendlichen aus der Planungswerkstatt fließen in die weiteren Planungen des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn ein.

Dokumentation: 4. Planungswerkstatt für Kinder und Jugendliche

Digitale Ausstellung

Gemeinsam mit den Teilnehmenden der vierten Planungswerkstatt ist diese digitale Ausstellung entstanden. Einen umfassenden Einblick in die Ideen der jungen Planerinnen und Planer bietet auch der Minecraft-Server des Stadtjugendrings Erlangen (SJR). Alle Informationen hierzu gibt es unter www.beteiligt-dabei.de.

Alle nachfolgenden Abbildungen sind der Anwendung Minecraft 1.15.2 © Mojang AB entnommen und stellen die Vorschläge und Wünsche der Teilnehmenden für die Linienführung der Stadt-Umland-Bahn dar. Dabei ist der Abbildungsmaßstab auf die Gestaltungsmöglichkeiten des Videospiels zurückführen.

Gruppe 1 / Tennenlohe:

Wir haben uns lange mit der Strecke der StUB beschäftigt und uns dann überlegt, wie wir die Straßenbahn durch Tennenlohe fahren lassen könnten, damit die Anwohnerinnen und Anwohner nicht so weit zur Haltestelle laufen müssen. Die umliegenden Häuser und den Bereich vom Bogenschießplatz bis zur Kirche haben wir dazu gebaut, damit man weiß, wo man ist. Dabei haben wir uns sehr viel Mühe gegeben.

Die Natur sollte so gut wie möglich erhalten werden. Die StUB sollte hier eingleisig in der Straße unterwegs sein und sich die vorhandene Haltestelle mit dem Bus teilen. Entlang der Strecke wünschen wir uns mit Solarenergie betriebene Lampen, welche gleichzeitig als Straßenbeleuchtung dienen. Den Bogenschießplatz würden wir ausbauen und mit einer Nachtbeleuchtung versehen. Die Bäume neben und entlang der Strecke sollten erhalten bleiben. An die Haltestelle sollte eine Rampe für Rollstuhlfahrer*innen angebracht werden. Die Haltestelle sollte weiterhin eine Bücherhaltestelle bleiben, an welcher man sich Bücher mitnehmen kann. Das Dach der Haltestelle sollte begrünt werden.

Gruppe 2 / Tennenlohe (Skulpturenpark):

Wir haben an einer möglichen Haltestelle für die StUB am Tennenloher Skulpturenpark gearbeitet. Diese Haltestelle würde nahe am Sportgelände liegen, sodass dieses aus Erlangen gut erreicht werden kann. Damit so viele Grünflächen wie möglich erhalten werden können, sollte die StUB in diesem Bereich auf der Sebastianstraße fahren und sich die Straße zwar mit den Autos teilen, jedoch Vorrang haben. Um das Wechseln der Straßenseite sicher und barrierefrei zu ermöglichen, sollte eine Ampel installiert werden.

Mit dem Bau der StUB könnte zudem der Skulpturenpark an sich verschönert werden, um den Menschen vor Ort als Erholungsort zu dienen.

Gruppe 3 / Reutles und Autobahnquerung:

Bei unserem Modell haben wir besonders auf Umweltschutz und Barrierefreiheit geachtet. Das kann man an den vielen Grünflächen (auch Gründach) sowie an den Rampen für Menschen mit Gehbehinderung sehen. Es sollte ein Parkhaus für Autos sowie für Fahrräder gleich neben der Haltestelle gebaut werden, um den Fahrgästen eine Möglichkeit zu geben, die StUB auch einfach zu erreichen. Die Haltestelle sollte eine kleine beheizte Kabine für kalte Tage beinhalten. Toiletten und ein Kiosk bieten die Möglichkeit, die Wartezeit unbeschwert zu überbrücken.

Ein Sicherheitsraum an den Seiten der Gleise würde dem Schutz der Fahrgäste dienen, wenn diese z. B. bei einer technischen Störung mal aussteigen müssten. Es sollte auch ein überdachtes Sicherheitsgeländer geben. Die freien Flächen entlang der Strecke sollten über zahlreiche Photovoltaikanlagen verfügen (z. B. auch auf den Masten), mit welchen die vielen Lampen entlang der Strecke betrieben oder auch die Fußgängerbrücke in der Nacht beleuchtet werden können. Um Rohstoffe zu sparen, sollte die Strecke entlang der Fußgängerbrücke verlaufen. So müsste keine neue gebaut werden.

Gruppe 4 / Buch und Haltestelle „Am Wegfeld“:

Im Bereich der Anflugzone des Nürnberger Flughafens dürfen die Lichter, an denen sich die Flugzeuge orientieren, nicht verdeckt werden. Daher würden wir die StUB an dieser Stelle ein wenig in den Boden absenken. Wir haben uns gegen einen Tunnel entschieden, da dies teurer wäre und Straßenbahnen auf einem Meter Fahrweg nur sechs Zentimeter steigen können. Aus diesem Grund haben wir auch den Einschnitt nicht zu tief gebaut und würden die Lichter für die Flugzeuge in die Oberleitung integrieren. Im Bereich der Unterführung in Buch sollte die StUB ein bisschen ansteigen, da die Unterführung mindestens vier Meter hoch sein muss, damit Traktoren durchfahren können. Die Unterführung ist auch für Fußgänger geeignet, da es eher ein Wirtschaftsweg ist. Wie bei der Straßenbahn in Nürnberg würden wir zwischen den Gleisen Rasen verlegen, um die Geräusche der Bahn etwas zu dämpfen. Die Gleise sollten umzäunt werden, damit es nicht zu Wildunfällen kommt.

Wir haben auch die Haltestelle „Am Wegfeld“ geplant. Diese könnte vielleicht aus Backsteinen bestehen. Es sollte einen Überweg zwischen Bus und StUB und mehr Sitzbänke geben.