FAQ

Häufig gefragt

Häufig gestellte Fragen – und Antworten darauf

Dialog mit der Öffentlichkeit

Wie werden Bürger und Öffentlichkeit in das Projekt eingebunden?

Neben der Information über die Homepage und über Pressearbeit hat der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn ein Forums-Konzept erstellen lassen. Darüber sollen während des gesamten Planungs- und Bauzeitraumes Bürger aus allen drei beteiligten Städten in das Projekt StUB eingebunden werden. Ziel ist es, die von den Planern erarbeiteten Entwürfe weiter zu optimieren und Vorschläge aufzunehmen. Die Teilnehmer sind neben zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern Vertreter von Vereinen, Verbänden, Kammern und die Oberbürgermeister bzw. Bürgermeister der drei Städte. Neben den Gesamt-Sitzungen sind auch lokale und themenbezogene Einzelveranstaltungen geplant.

 

Das StUB-Forum besteht aus folgenden Formaten und Gremien:

Dialog-Forum

Erfahren Sie mehr über das „Herzstück“ der Bürgerinformation und des Dialogs mit der Öffentlichkeit.

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Planungs-Werkstätten und Ortsbegehungen

Bringen Sie Ihre Themen und Anliegen ein.

Online-Dialog

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Auswirkungen der StUB

Welche Chancen eröffnet die StUB für die Innenstädte?

Neben einer erhöhten Lebensqualität durch weniger Lärm und Luftverschmutzung, wirkt sich die schienengebundene Erschließung positiv auf den innerstädtischen Einzelhandel aus. Geschäft und Gastronomie sowie kulturelle Angebote sind schnell und komfortabel erreichbar. Durch die umsteigefreie Anbindung an die Nürnberger Innenstadt wird die Städteachse weiter aufgewertet.

 

Um die Belastung während der Bauphase möglichst gering zu halten, wird für die Durchführung der Baumaßnahmen nach Vorliegen technischer Detailplanungen ein eigenes Konzept erstellt.

Wie wichtig ist die StUB als Standortfaktor für Unternehmen?

Die Erreichbarkeit – auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln – ist ein wichtiger Standortfaktor vor allem für beschäftigungs- und publikumsintensive Betriebe. Ein Schienensystem wird hierbei deutlich hochwertiger eingestuft als herkömmlicher Busverkehr, wie Untersuchungen belegen. In den jetzt vorliegenden Trassenvarianten erschließt die StUB direkt Niederlassungen von neun der größten mittelfränkischen Arbeitgeber.

Die S-Bahn verkehrt bereits zwischen Erlangen und Nürnberg. Warum also die StUB?

Die StUB verbindet insbesondere die Innenstädte von Nürnberg über Erlangen bis Herzogenaurach und erschließt wichtige Punkte abseits der S-Bahn-Trasse, wie beispielsweise Standorte der Universität und Forschungseinrichtungen im Erlanger Süden. Die S-Bahn hingegen bindet Fürth sowie das nördliche Regnitztal in die Metropolregion ein. In Nürnberg erschließt sie andere Stadtteile.

 

Daneben unterscheiden sich die beiden Bahnsysteme grundsätzlich: Die StUB ist ein Straßenbahnsystem. Damit kann die StUB im innerstädtischen Straßenraum geführt werden und ist mit der Nürnberger Straßenbahn kompatibel. Außerorts erreichen die Fahrzeuge der StUB dennoch hohe Geschwindigkeiten. Die S-Bahn hingegen ist eine vollwertige Eisenbahn mit entsprechend schwereren und größeren Fahrzeugen. Die Haltestellenabstände sind üblicherweise größer, weshalb die S-Bahn vor allem die Funktion der regionalen Verbindung übernimmt und im innerstädtischen Verkehr eine geringere Bedeutung hat.

Wissenswertes für Nutzer und Anlieger

Werden der Verkehrslärm und die Abgas-Belastung durch die StUB weniger?

Grundsätzlich ja, da weniger Individualverkehr zu erwarten ist und die StUB annähernd geräuschlos fährt. Gleichzeitig entspannt sich auch die Parkplatzsituation. Die stärkste Entlastung wird im Berufsverkehr erwartet, da hier die Bereitschaft für die Entscheidung zugunsten des ÖPNV bei der Wahl des Verkehrsmittels generell am höchsten ist.

Sind die StUB und ihre Haltestellen barrierefrei?

Ja. Im Personenbeförderungsgesetz ist festgelegt, dass der gesamte ÖPNV bis 2022 barrierefrei zu sein hat. Neue Anlagen des ÖPNV wie für die StUB sind daher grundsätzlich barrierefrei zu gestalten. Da niederflurige Fahrzeuge mit einer Fußbodenhöhe von ca. 30-35 cm eingesetzt werden, sind die  Haltestellen gut in das Stadtbild integrierbar. Die Haltestellen können, wo dies sinnvoll ist, auch von den Bussen angefahren werden, um ein bequemes und barrierefreies Umsteigen zu ermöglichen.

Welche Taktung ist für die StUB vorgesehen?

Tagsüber ist an Werktagen auf allen Ästen ein 10-Minuten-Takt vorgesehen, in der Spätverkehrszeit  und an Sonn- und Feiertagen ein 20-Minuten-Takt. Der Abschnitt von Büchenbach nach Herzogenaurach wird voraussichtlich jeweils im halben Takt, also im 20- bzw. 40 Minuten-Takt, bedient.

Wie werden die StUB und das Stadtbussystem aufeinander abgestimmt?

Zusätzlich zur StUB wird ein ergänzendes Stadtbus-Netz mit modernen Bussen betrieben. Für eine wirtschaftliche Auslastung der StUB sollen Parallelverkehre allerdings soweit wie möglich vermieden werden. Das endgültige Busnetz soll, in Abstimmung mit den Verkehrsbetrieben und den Bürgern und basierend auf den jeweiligen Verkehrsentwicklungsplänen, im Rahmen des Zuschussantrages im Detail konzipiert werden.

Wie lange dauert die Fahrt von Herzogenaurach nach Erlangen bzw. -Nürnberg?

Da die StUB einen hohen Streckenanteil mit eigenem Gleiskörper besitzen und an Ampeln bevorrechtigt sein wird, wird es eine reduzierte Fahrzeit im Vergleich zum heutigen Busbetrieb geben. Vor allem aber wird die Verspätungsanfälligkeit zu Verkehrsspitzen reduziert. Eine genaue Aussage über die Fahrzeit ist jedoch erst möglich, wenn die Trasse feststeht.

Wie viele Zwischenhalte von Nürnberg nach Herzogenaurach sind eingeplant?

Aktuell sind 25  Haltestellen vorgesehen. Diese Zahl kann sich bei Erstellung der Detailplanung jedoch noch ändern.

Bauliche Informationen

Können die Oberleitungen in das Stadtbild integriert werden?

Die Straßenbahn kann ihren Energiebedarf direkt aus der Fahrleitung entnehmen. Ein in der Herstellung ressourcenintensiver Energiespeicher ist damit nicht erforderlich. Da die Stromaufnahme von Straßenbahnfahrzeugen deutlich geringer ist, als bei der Eisenbahn, können auch die Fahrleitungen geringer dimensioniert und unauffälliger ausgeführt werden. Zahlreiche Beispiele aus anderen Städten zeigen eine gute Integration der Fahrleitung in das Stadtbild, selbst in historischen Innenstädten.

Passt die StUB in die Straßen der Innenstädte und welchen Radius braucht sie zum Abbiegen?

Die StUB benötigt eine Breite von rund 5,5 Metern und damit – aufgrund des schmaleren Wagens und der schienengebundenen Führung – weniger Platz als der Busverkehr. Eine normale innerstädtische Straße kann eine Straßenbahn in der Regel problemlos durchfahren.

 

Der Abbiegeradius für die StUB soll mindestens 25 Meter betragen. Bei  der Trasse aus der Machbarkeitsstudie  ist ausreichend Raum vorhanden. Inwiefern alle vorgeschlagenen Alternativtrassen grundsätzlich geeignet sind, wird im ersten Schritt einer Prüfung geklärt. Soweit möglich wird die StUB auf besonderem Bahnkörper neben den vorhandenen Straßen geführt. Bei beengten Straßenverhältnissen bzw. zum Schutz von Bäumen ist eine Führung im Fahrbahnbereich, d. h. als „klassische“ Straßenbahn, möglich und vorgesehen.

Kosten und Finanzierung

Wie hoch sind die Baukosten für das Projekt?

Die Investitionskosten setzten sich aus zwei Komponenten zusammen:

1. Planungskosten: Hierfür sind 39 Mio. Euro angesetzt (Stand 2015).
2. Baukosten: Hierfür sind 258 Mio. Euro angesetzt (Stand 2015).

 

Ein großer Teil der Baukosten und Anteile der Planungskosten sind zuschussfähig. Umfang und Höhe dieser Förderung können erst nach Einreichung des formalen Zuschussantrages abschließend festgelegt werden.

Wie werden die Kosten unter den drei Städten verteilt?

Die Kosten für Planung und Bau werden anteilig auf die Verbandsmitglieder nach den territorialen Streckenkilometern verteilt. Es gilt hierbei das Solidarprinzip, d. h., die Verteilung erfolgt unabhängig von Zuschussfähigkeit und Baukosten. Hieraus ergibt sich – basierend auf der bisherigen Trassenplanung – folgende Verteilung:

  • Erlangen 62,74 %
  • Nürnberg 20,86 %
  • Herzogenaurach 16,40 %

 

Nach der Betriebsaufnahme verändert sich der Verteilungsschlüssel, es werden dann die laufenden Betriebskosten berücksichtigt.

90 % der Baukosten sollen bezuschusst werden. Unter welchen Voraussetzungen ist dies möglich?

Gemäß Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz  (GVFG) belaufen sich die Fördermittel des Bundes auf 60 % und des Landes auf 20 % der zuschussfähigen Kosten. Der Freistaat Bayern hat bereits eine erhöhte Förderung von 30 % zugesichert, sodass derzeit von einer Förderung in Höhe von 90 % ausgegangen werden kann.

 

Nach den heutigen Förderkriterien ist die Strecke dort förderfähig, wo sie auf einem eigenen Gleiskörper verläuft. Nicht förderfähig ist die Strecke dort, wo sie auf der Straße verläuft. Gemeinsam mit dem Freistaat Bayern, anderen Bundesländern sowie dem Deutschen Städtetag bemühen sich Erlangen, Nürnberg und Herzogenaurach darum, dass künftig auch Trassen, die nicht auf einem eigenen Gleiskörper verlaufen, förderfähig sind.