Strecke

Grobe Linienführung der Stadt-Umland-Bahn

Innerhalb von zwei Jahren hat der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn zusammen mit den beauftragten Ingenieurbüros über 100 Varianten für die Linienführung der Stadt-Umland-Bahn intensiv untersucht und bewertet. Begleitet wurde das mehrstufige formalisierte Auswahlverfahren von einem umfangreichen Bürgerdialog in den drei Städten Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach.

Das Ergebnis dieser ersten Planungsphase ist die unter Abwägung sämtlicher Aspekte beste Streckenführung, die sogenannte Vorzugstrasse. Diese wurde ebenso wie sämtliche vom Zweckverband Stadt-Umland-Bahn eingereichten Unterlagen im Raumordnungsverfahren von der Regierung von Mittelfranken noch einmal kritisch überprüft. Das Ergebnis: Die Stadt-Umland-Bahn ist raumverträglich. Lediglich im Bereich des Feuerwehrhauses in Tennenlohe gilt es, den geplanten Linienverlauf noch einmal näher zu betrachten.

Die landesplanerische Beurteilung

Insgesamt 90 Seiten umfasst die landesplanerische Beurteilung der Regierung von Mittelfranken. Als zuständige Landesplanungsbehörde für das Vorhaben wägt sie darin die wichtigen Aspekte der Raumordnung, wie Natur und Landschaft, Wasser, Verkehr, Immissionsschutz, Stadtentwicklung und Wirtschaft, ab. 82 Behörden, Institutionen und Kommunen wurden dafür zur Stellungnahme aufgerufen. Aus der Öffentlichkeit gingen etwa 200 Äußerungen ein.

In der Gesamtschau der Auswirkungen hält die Regierung fest, „dass das Vorhaben unter den Blickwinkeln der fachlichen Belange des Verkehrs […], der Siedlungsstruktur und der regionalen Wirtschaft positive Beiträge von hoher Bedeutung leistet.“ Auch zu einer erfolgreichen, klimafreundlichen Verkehrswende trage die StUB bei. Im Ergebnis ist die Stadt-Umland-Bahn raumverträglich. Für die weiteren Planungen des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn hat die Regierung verschiedene Maßgaben aus den Bereichen Verkehr, Wirtschaft (inkl. Land- und Forstwirtschaft), Energieversorgung und Freiraumschutz formuliert. Diese werden in den kommenden Wochen und Monaten noch eingehender geprüft und in die Planunterlagen eingearbeitet.

Für das Raumordnungsverfahren sind grobe Pläne im Maßstab von 1:10 000 für die Vorzugstrasse erstellt worden, die bereits mögliche Standorte von Haltestellen beinhalten. Die Planung der genauen Lage der Haltestellen, der Gleisführung in den Straßen und der Sonderbauwerke wie Brücken erfolgt allerdings erst nach der Einarbeitung der Maßgaben aus der landesplanerischen Beurteilung in die Planunterlagen. Diese detailliertere Ausarbeitung der Linienführung wird erneut unter Bürgerbeteiligung erfolgen.