Lego-Architekt*innen für die StUB: Kinder und Jugendliche planen Brücke über den Regnitzgrund

Lego-Architekt*innen für die StUB: Kinder und Jugendliche planen Brücke über den Regnitzgrund

Vom 25. bis 27. Februar 2020 veranstaltete der Stadtjugendring Erlangen gemeinsam mit dem Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV StUB) die zweite Planungswerkstatt für Kinder und Jugendliche. Diesmal stand die Querung des Regnitzgrundes im Mittelpunkt. Im Vereinshaus des DJK Erlangen bauten 20 Kinder und Jugendliche nach ihren Vorstellungen mit Lego eine Brücke für die Stadt-Umland-Bahn.

Eine in das Bauwerk oder die Gleise integrierte Beleuchtung, die durch Solarenergie betrieben wird, sollte es geben. Die Brücke und vor allem das Gleisbett sollten farbig gestaltet werden. Außerdem sollte es eine zusätzliche Haltestelle „Am Wiesengrund“ geben, damit der Regnitzgrund unter anderem als Ausflugsziel direkt erreicht werden kann. Diese und weitere Ideen haben die jungen Planerinnen und Planer im Alter von 10 bis 15 Jahren in ihren Modellen für die Stadt-Umland-Bahn verwirklicht. „Die Wünsche der Kinder und Jugendlichen sind für uns genauso wichtig, wie die der Erwachsenen. Sie haben noch einmal einen ganz anderen Blick auf die StUB und die Querung des Regnitzgrundes. Die Ideen der Lego-Architekt*innen werden nicht in der Schublade verschwinden, sondern sie werden für die weitere Planung genutzt und den Ausschreibungsunterlagen für den ‚echten‘ Planungswettbewerb beigefügt“, erklärt Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik.

Lego-Modelle: Natur und Umwelt im Fokus

An drei Tagen in den Faschingsferien haben die Kinder und Jugendlichen den Streckenabschnitt der Stadt-Umland-Bahn über den Erlanger Regnitzgrund geplant: Sie studierten aktuelle Pläne zur Linienführung, besichtigten den Regnitzgrund vor Ort und machten Fotos, um im Anschluss mit Lego-Bausteinen eine Brücke zu gestalten. Begleitet wurde das Projekt „Lego-Architekt*innen für die StUB gesucht“ nicht nur von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadtjugendrings der Stadt Erlangen, sondern auch von einem Fachplaner des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn. Er gab eine Einführung in die technischen Rahmenbedingungen eines Brückenbaus. „Die Querung des Regnitzgrundes ist ein sensibler Bereich der Streckenführung. Als Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet beheimatet der Regnitzgrund unter anderem viele unterschiedliche Tierarten. Der Schutz von Natur und Umwelt war den Lego-Architekt*innen bei der Gestaltung ihrer Modelle wichtig. Sie haben auch Ideen für den Bereich neben und unterhalb der geplanten Brücke entwickelt“, erläutert Thomas Krieg, Planer der Stadt-Umland-Bahn vom Ingenieurbüro OBERMEYER Planen + Beraten.

Ausstellung im März

Vom 11. bis 13. März 2020 werden die Ergebnisse der Planungswerkstatt in einem ehemaligen Ladengeschäft in der Hauptstraße 52 in Erlangen ausgestellt. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Mittwoch, 11. März 2020, um 15:30 Uhr mit Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die genauen Öffnungszeiten der Ausstellung am 12. und 13. März 2020 stehen auf www.stadtumlandbahn.de/termine.

Lego-Architekt*innen für die StUB gesucht

Das Projekt „Lego-Architekt*innen für die StUB gesucht“ ist ein gemeinsames Beteiligungsformat des Stadtjugendrings Erlangen und des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn. Kinder und Jugendliche der drei Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach haben die Möglichkeit, in den Planungswerkstätten einzelne Streckenabschnitte der Stadt-Umland-Bahn nach ihren eigenen Vorstellungen mit Lego-Bausteinen zu entwerfen. Die Ergebnisse hieraus fließen in die weiteren Planungen zur Stadt-Umland-Bahn ein.

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV StUB), mit seiner Geschäftsstelle in Erlangen, ist für die Planung, den Bau und Betrieb der StUB zuständig. Mitglieder des ZV StUB sind die drei Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach. Verbandsvorsitzender ist derzeit Dr. German Hacker, Erster Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach. Bei der Stadt-Umland-Bahn handelt es sich aktuell um eines der größten Straßenbahnprojekte in Deutschland. Auf einer 26 Kilometer langen Strecke soll die StUB Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach im 10-Minuten-Takt verbinden.