Meilenstein für die Stadt-Umland-Bahn: Zweckvereinbarung für vertiefte Planung des Ostastes beschlossen

Meilenstein für die Stadt-Umland-Bahn: Zweckvereinbarung für vertiefte Planung des Ostastes beschlossen

Ende Juli wurde im Zuge einer Verbandsversammlung der Abschluss einer Zweckvereinbarung für eine vertiefte Planung des Ostastes durch den Zweckverband Stadt-Umland-Bahn beschlossen. In den Wochen zuvor hatten die Kreistage Forchheim, Erlangen-Höchstadt und der Stadtrat Erlangen bereits zugestimmt.

Zum Hintergrund: Im Jahr 2012 wurde das gesamte T-Netz (L-Netz inkl. Ostast-Erweiterung) im Rahmen der GVFG-Rahmenanmeldung beim Bund angemeldet.
Um nun Fördermittel bei einem möglichen Bau des StUB Ostastes zu erhalten – die Fördervoraussetzungen haben sich zwischenzeitlich zu dessen Gunsten geändert – müssen vertiefte Planungsleistungen durchgeführt werden. Hierfür muss der Ostast (von Erlangen über Neunkirchen nach Eckental) in die laufenden Planungen des L-Netzes, also der Trasse von Nürnberg über Erlangen nach Herzogenaurach, eingebunden werden, damit zum Zeitpunkt der Förderantragstellung für das L-Netz auch bereits belastbare gutachterliche Aussagen zum gesamten T-Netz vorliegen und die Kalkulation der Nutzen-Kosten-Indikatoren somit auch für das T-Netz erfolgen kann.
Mit dem Abschluss der Zweckvereinbarung sollen die Planungen für das Gebiet der Stadt Erlangen, des Landkreises Erlangen-Höchstadt und des Landkreises Forchheim durch den Zweckverband Stadt-Umland-Bahn vorangetrieben werden.

Kosten nach Trassenlänge aufgeteilt

Die Planungskosten richten sich nach dem tatsächlichen Aufwand und den durchzuführenden Vergabeverfahren (voraussichtlich im Herbst 2021) und werden vom Zweckverband auf rund zwei Millionen Euro geschätzt.

Die Aufteilung erfolgt nach der Trassenlänge auf Basis der Planungen von 1993 bzw. 2012, gerechnet ab Eckental-Eschenau Bahnhof bis zur Haltestelle Langemarckplatz in Erlangen.
Die Stadt Erlangen hat demnach mit 2,7 km 15,17% der Kosten zu tragen. Auf den Landkreis Erlangen-Höchstadt entfallen mit 7,3 km 41,01% und auf den Landkreis Forchheim mit einer Streckenlänge von 7,8 km 43,02% der Kosten.

Darüber hinaus wurde in der Verbandsversammlung eine Satzungsänderung beschlossen, wonach die Planung von Park+Ride-Anlagen, die in Zusammenhang mit der Realisierung der StUB neu errichtet werden sollen, in den Aufgabenbereich des Zweckverbandes fällt.