Virtuelle Begehung in Erlangen: ZV StUB im Dialog über offene Linienführung im nördlichen Tennenlohe

Virtuelle Begehung in Erlangen: ZV StUB im Dialog über offene Linienführung im nördlichen Tennenlohe

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV StUB) informierte am Dienstag, 16. Februar 2021, bei einem virtuellen Lokalforum über den künftigen Streckenabschnitt im Erlanger Stadtteil Tennenlohe. Im Mittelpunkt stand die noch offene Linienführung. Rund 140 Interessierte haben die Liveübertragung verfolgt und konnten sich per Chatfunktion und Telefonanruf beteiligen.

Mit dem positiven Abschluss des Raumordnungsverfahrens bestätigte die Regierung von Mittefranken Anfang 2020, dass die Streckenführung der Stadt-Umland-Bahn grundsätzlich raumverträglich ist. Lediglich im Bereich des nördlichen Tennenlohe war eine genauere Betrachtung erforderlich. In den vergangenen Monaten haben die Planerinnen und Planer deshalb in einer kleinräumigen Variantenuntersuchung eine Vielzahl von Alternativen geprüft, die alle ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen. Im Rahmen eines virtuellen Lokalforums stellte der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn diese Varianten nun vor.

„Wir haben unsere Hausaufgaben aus dem Raumordnungsverfahren gemacht und freuen uns, heute die vorläufigen Ergebnisse mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren und deren Anregungen und Wünsche aufnehmen zu können“, sagte Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, zu Beginn der Veranstaltung.

Viele Varianten, ein Favorit

Von den zehn dargelegten Varianten sind aus Sicht des ZV StUB nach sorgfältiger Abwägung rund die Hälfte nicht realisierbar. Das hat gleich mehrere Gründe: Unterschiede bei der Querung einer Hochwassergefahrenfläche (Hutgraben), das Zerschneiden landwirtschaftlich genutzter Flächen und der Eingriff in schützenswerten Baumbestand oder Privatgrund. „All diese Faktoren gilt es bei einer sinnvollen und nachhaltigen Planung zu berücksichtigen“, erläuterte Florian Gräf, Technischer Leiter des ZV StUB.
Übrig bleiben aus Sicht des Zweckverbands eine Handvoll realisierbarer Varianten, von denen sich eine im Verlauf des Abends zunehmend als Favorit herauskristallisierte. Diese war im Vorfeld gemeinsam mit den Nutzern der Hutwiese – darunter die Kärwaburschen, die Bogenschützen, der Ortsbeirat und der betroffene Landwirt – entwickelt und nun vorgestellt und diskutiert worden.

Bei dieser modifizierten Form der Variante 1 (in der Abbildung orange), verläuft die Linienführung so, dass die genannten Kriterien berücksichtigt würden. Das hieße, dass die Strecke zunächst entlang der B 4 verlaufen, dann in einem Bogen nahe des östlichen gelegenen Waldstücks die Hutwiese queren und schließlich in einem möglichst engen Bogen in die Sebastianstraße einmünden würde, ohne dabei privat genutztes Eigentum zu tangieren. „Durch die leichte Verlagerung der Streckenführung in Richtung Norden können die Belange aller Interessengruppen berücksichtigt werden“, erklärte Daniel Große-Verspohl, Geschäftsleiter des ZV StUB.

Im nächsten Schritt soll die gefundene Lösung in den städtischen Gremien vorgelegt werden.

Hier geht es zur Dokumentation der Veranstaltung.