Vor Ort im Dialog: ZV StUB sammelt Ideen für die detailliertere Streckenplanung im Bereich Häusling und Haundorf

Vor Ort im Dialog: ZV StUB sammelt Ideen für die detailliertere Streckenplanung im Bereich Häusling und Haundorf

Nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens soll Anfang 2020 mit der zentimetergenauen Planung der Stadt-Umland-Bahn (StUB) begonnen werden. Am Mittwoch, 16. Oktober 2019, wurden bereits erste Vorschläge für die konkrete Linienführung entlang des Erlanger Stadtteils Häusling und des
Herzogenauracher Ortsteils Haundorf vor Ort besprochen.

Wie sollten die Siedlungsgebiete in Häusling und Haundorf an das Straßenbahnnetz angebunden werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Lokalforums, zu dem der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV StUB) eingeladen hatte. „Im Raumordnungsverfahren wird derzeit der grobe Streckenverlauf der StUB seitens der Regierung von Mittelfranken untersucht. In der nächsten Planungsphase geht es dann um das Feintuning, also die Details wie die genaue Lage der Gleise und Haltestellen. Vor Ort wollen wir einzelne Planungsinhalte noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten. Gemeinsam mit allen Interessierten möchten wir über Anregungen sprechen und Ideen für die Optimierung aufnehmen“, erklärte Dr. German Hacker, Verbandsvorsitzender des ZV StUB und Erster Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach, zu Beginn der Veranstaltung. Neben Dr. German Hacker, Vertretern der Stadt Erlangen sowie den beiden Leitern des ZV StUB, Daniel Große-Verspohl und Florian Gräf, nahmen knapp 80 Bürgerinnen und Bürger am Lokalforum zur Stadt-Umland-Bahn teil.

Im Fokus: Haltestellen und Querung der A 3

Startpunkt der Besichtigungstour war die Haltestelle „Haundorfer Straße“ in Herzogenaurach. Ein Teil des Weges wurde mit einem angemieteten Bus befahren. Die Vertreter des ZV StUB erläuterten den Verlauf der Stadt-Umland-Bahn von Erlangen kommend vorbei an Häusling und Haundorf Richtung Herzo Base. Sie zeigten den Teilnehmenden die bislang angedachten Standorte der Haltestellen und diskutierten mit ihnen über mögliche Alternativen. So könnte die Haltestelle für Häusling im Bereich der Kreuzung Adenauerring / Haundorfer Straße liegen, die Haltestelle für Haundorf an der Kreuzung Feldstraße / Kreisstraße ERH 25. Die Anwohnerinnen und Anwohner betonten im Dialog, wie wichtig ihnen eine gute Erreichbarkeit der Haltestellen zu Fuß und per Fahrrad ist. Thematisiert wurde zudem die Überquerung der A 3. „Die Brücke ist in den aktuellen Planungen nördlich der Autobahnraststätte ‚Aurach‘ vorgesehen. Wir prüfen derzeit einen Bürgervorschlag, der eine Park- & Ride-Anlage an dieser Stelle enthält. Dadurch wäre ein direkter Umstieg von der Autobahn auf die Stadt-Umland-Bahn möglich“, so Daniel Große-Verspohl, Geschäftsleiter des ZV StUB.

Bilder und weitere Informationen zum Lokalforum „Häusling & Haundorf“ sind auf der Internetseite des ZV StUB abrufbar.

Ausblick

Um während des noch laufenden Raumordnungsverfahrens weiter im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu bleiben, veranstaltet der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn einmal im Monat eine „Offene Geschäftsstelle“. Die nächste findet am Dienstag, 22. Oktober 2019, von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt. In den Büroräumlichkeiten in der Nägelsbachstraße 49 a in Erlangen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für individuelle Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV StUB), mit seiner Geschäftsstelle in Erlangen, ist für die Planung, den Bau und Betrieb der StUB zuständig. Mitglieder des ZV StUB sind die drei Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach. Verbandsvorsitzender ist derzeit Dr. German Hacker, Erster Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach. Bei der Stadt-Umland-Bahn handelt es sich aktuell um eines der größten Straßenbahnprojekte in Deutschland.

Das Raumordnungsverfahren

Das Raumordnungsverfahren (ROV) beurteilt bauliche Vorhaben, die eine überörtliche Bedeutung haben, auf ihre Raumverträglichkeit. Gesetzliche Grundlage ist das Bayerische Landesplanungsgesetz (BayLplG). Beteiligt werden sollen alle von der raumbedeutsamen Maßnahme berührten öffentlichen Planungsträger. Seitens der Landesplanungsbehörde werden die verschiedenen fachlichen Interessen abgewogen. Das Verfahren wird mit einer landesplanerischen Beurteilung, das heißt einer Befürwortung ohne oder unter Auflagen bzw. einer Ablehnung, abgeschlossen