3. Planungswerkstatt im November 2020

Vom 3. bis 5. November 2020 veranstaltete der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn gemeinsam mit dem Stadtjugendring Erlangen und dem Jugendhaus rabatz der Stadt Herzogenaurach die dritte Planungswerkstatt für Kinder und Jugendliche.

Inhalte

15 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 13 Jahren nahmen an der dritten Planungswerkstatt zur Stadt-Umland-Bahn teil. An den drei Tagen in den Herbstferien entwarfen die Teilnehmenden mit Hilfe des Videospiels Minecraft Straßenbahnhaltestellen für die Stadt-Umland-Bahn in Herzogenaurach. In einem virtuellen Rundgang studierten sie Pläne und Fotos zur Linienführung sowie zur Lage der Haltestellen und lernten verschiedene Haltestellenarten kennen. Um unterschiedliche Aspekte berücksichtigen zu können, tauschten sich die jungen Planerinnen und Planer zudem mit ihren Eltern über die verschiedenen Anforderungen an Haltestellen aus.

Virtuelle Haltestellenmodelle
In drei Gruppen bauten die Teilnehmenden je ein Haltstellenmodell für die StUB in Herzogenaurach. Begleitet wurden sie dabei von Mitarbeitern des Stadtjugendrings Erlangen sowie einem Fachplaner des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn. Dieser gab eine Einführung in die technischen Rahmenbedingungen von Straßenbahnhaltestellen.

Umwelt und Barrierefreiheit im Fokus
Die Stadt-Umland-Bahn ist eine leistungsfähige, umweltverträgliche, barrierearme und attraktive Alternative mit Blick auf den Pkw-Verkehr. Neben einer möglichst barrierefreien Gestaltung der Haltestellen war den jungen Planerinnen und Planern insbesondere der Schutz der Umwelt wichtig. In ihren Modellen haben sie daher auch verschiedene Ideen für eine umweltfreundliche Gestaltung der Bereiche rund um die Haltestellen entwickelt.

Dokumentation 3. Planungswerkstatt für Kinder und Jugendliche

Digitale Ausstellung

Gemeinsam mit den Teilnehmenden der dritten Planungswerkstatt ist diese digitale Ausstellung entstanden. Einen umfassenden Einblick in die Ideen der jungen Planerinnen und Planer bietet auch der Minecraft-Server des Stadtjugendrings Erlangen (SJR). Alle Informationen hierzu gibt es unter www.beteiligt-dabei.de.

Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern des Stadtjugendrings Erlangen Jarno Eickels und Linus Hager, die den Server technisch aufgebaut, geführt und gewartet und das Beteiligungsprojekt gemeinsam mit Marius Beyer betreut haben. Erst durch das Engagement dieser war es kurzfristig möglich, das Veranstaltungsformat anzupassen und die virtuelle Planungswerkstatt in Vorbereitung und Begleitung durchzuführen.

Alle nachfolgenden Abbildungen sind der Anwendung Minecraft 1.15.2 © Mojang AB entnommen und stellen die Vorschläge und Wünsche der Teilnehmenden zu Haltestellen für eine Straßenbahn in Herzogenaurach dar. Dabei ist der Abbildungsmaßstab auf die Gestaltungsmöglichkeiten des Videospiels zurückführen.

Gruppe 1:

Wir haben die Wendeschleife am alten Bahnhof gebaut. Geachtet haben wir dabei besonders auf die Bahnsteige an sich, den Busbahnhof und dass sich Bus und Bahn gut kombinieren lassen. Außerdem haben wir auf Imbissbuden und Barrierefreiheit geachtet. Es sollte viel Grün geben, weshalb wir an beiden Seiten der Schleife viele Grünflächen gebaut haben. Es werden viele Verkehrsmittel gemischt, ein fließender Übergang ist möglich.

In den Interviews mit unseren Eltern kam besonders heraus, dass es Parkmöglichkeiten geben sollte, um den Übergang von Pkw auf ÖPNV zu ermöglichen. Besonders wichtig ist uns, dass wir sehr an den Busbahnhof gedacht haben, damit der Anschluss in Herzogenaurach gut funktioniert. Wir haben sehr viel Zeit in unsere Haltestelle investiert, weil uns alle Aspekte ziemlich wichtig sind.

Gruppe 2:

Wir haben die Haltestelle am PUMA Way mit anschließendem Parkplatz und PUMA-Kreisel gebaut. Dabei war uns besonders der Umweltschutz, die Bequemlichkeit, Verpflegung und Sicherheit wichtig.

Die Haltestelle hat einen Imbiss und eine Anbindung an den Busverkehr. Wir haben an Toiletten, Solarzellen auf dem Dach, einen Grünstreifen zwischen den Gleisen sowie eine große Grünfläche zur Erholung gedacht. Für bessere Fahrgastinformation gibt es außerdem eine Tafel für die Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Wir haben auf Barrierefreiheit geachtet und für den Schutz der Umwelt Mülleimer aufgestellt. Für die Sicherheit sorgt ein beschrankter Bahnübergang und für die Benutzerfreundlichkeit haben wir Sitzgelegenheiten und eine beheizte Hütte für den Winter eingeplant.

In den Interviews mit unseren Eltern kam heraus, dass Fahrradständer und Sicherheitsaspekte besonders gewünscht werden, ebenso wie Umweltschutz und komfortable Angebote wie Imbiss und Toiletten.

Gruppe 3:

Wir haben die Haltestelle in der Rathgeberstraße gebaut und auch ein Straßenbahnfahrzeug für die Stadt-Umland-Bahn entworfen. Dabei haben wir die Umgebung simuliert und eine umweltfreundliche Haltestelle mit Gründach geplant. Außerdem haben wir an Solarzellen gedacht, die erneuerbare Energie liefern.

Von unseren Eltern haben wir das Feedback erhalten, dass sie sich noch Toiletten, Infoblätter, Essensmöglichkeiten, Fahrradständer und Unterhaltungsmöglichkeiten wünschen. Das haben wir berücksichtigt und eingebaut. Das Feedback war uns wichtig, denn die Haltestelle soll von allen genutzt werden. Sehr wichtig war uns eine möglichst naturgetreue Darstellung der Umgebung.