Lokalforum 18.03.2019

Am Montag, 18. März 2019, fand das Lokalforum „Erlangen Süd“ statt. Bei einer Ortsbegehung wurden die zwei möglichen Streckenführungen der Stadt-Umland-Bahn zwischen Preußensteg und Südkreuzung besichtigt.

Inhalte Lokalforum „Erlangen Süd“

Noch ist offen, welchen Weg die Stadt-Umland-Bahn (StUB) im Süden Erlangens zwischen Preußensteg und Südkreuzung nehmen wird. Mit knapp 50 interessierten Bürgerinnen und Bürgern besichtigte der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn am gestrigen Montagabend, 18. März 2019, die beiden möglichen Streckenführungen.

Die ursprüngliche Planung, das sogenannte „L-Netz“, sieht einen Verlauf der Stadt-Umland-Bahn von Nürnberg kommend direkt links neben der B 4 auf Höhe des heutigen Radweges vor. Die alternative Route führt ab dem Preußensteg über die Friedrich-Bauer-Straße und Hammerbacherstraße zur Südkreuzung. Diese Variante schnitt in der ersten Bewertung des mehrstufigen formalisierten Auswahlverfahrens besser ab. „Zwar würde sich durch den kleinen Umweg die Fahrt um etwa 40 Sekunden verlängern, doch hat diese Variante auch deutliche Vorteile: Das angrenzende Wohngebiet sowie der sich im Bau befindende Siemens Campus würden besser an die StUB angebunden werden. Zudem wären die Eingriffe in Natur und Umwelt geringer als bei der Linienführung neben der B 4. Dort müssten mehr Bäume weichen“, erläuterte Florian Gräf, Technischer Leiter des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn, den Teilnehmenden.

Vor Ort im Gespräch

An der abendlichen Begehung nahm neben den Mitarbeitern des Zweckverbandes Stadt-Umland-Bahn, Vertretern der Firma Siemens sowie der Erlanger Stadtverwaltung und des beauftragten Planungsbüros auch Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik teil. Dieser betonte, wie wichtig der Dialog vor Ort sei: „Die Bürgerinnen und Bürger kennen ihre Stadt besonders gut. Die vergangenen Veranstaltungen haben gezeigt, dass bei den Besichtigungen noch einmal neue Ideen an uns herangetreten werden, die dann in den weiteren Planungen berücksichtigt werden können.“

Lage der Haltestellen

Während des Rundgangs interessierten sich die Teilnehmenden vor allem für die zukünftige Lage der Haltestellen. „Ein Halt auf Höhe der heutigen Haltestelle „Erlangen Süd“ sowie nach der Südkreuzung in der Nürnberger Straße ist bei beiden Optionen gesetzt. Bei der Variante „Friedrich-Bauer-Straße“ ist zudem eine Haltestelle in der Hammerbacherstraße vorgesehen“, erklärte Florian Gräf. An welcher Stelle die Straßenbahn genau halten würde, ist noch offen. Dies werden die weiteren vertieften Planungen zeigen.

Straßenbahnen in anderen Städten

Wie eine Gestaltung der Trasse im Wohngebiet aussehen könnte, zeigte der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn anhand von Bildern aus anderen Städten. „Ein wichtiger Bestandteil der Planung ist das Thema Lärm- und Schallschutz. Beim Bau werden wir großen Wert darauflegen, ein modernes Schienensystem umzusetzen. Sowohl im Bereich der Gleise als auch bei den Fahrzeugen werden wir Maßnahmen ergreifen, um die Emissionen so gering wie möglich zu halten“, so Florian Gräf. Für Oberbürgermeister Dr. Florian Janik hätte der Verlauf über die Friedrich-Bauer-Straße einen deutlichen Mehrwert: „In die StUB bequem vor der Haustür einsteigen und entspannt zum Einkaufen in die Stadt fahren – ob nach Erlangen oder Nürnberg. Das ist für mich ein Gewinn an Lebensqualität.“

Ergebnisse der Prüfung

Welche Streckenführung in der Bewertung tatsächlich am besten abschneidet, ist noch offen. Beide Verläufe werden derzeit im Rahmen der zweiten Stufe des formalisierten Auswahlverfahrens von den beauftragten Ingenieurbüros noch detaillierter betrachtet. Die Ergebnisse werden gemeinsam mit den weiteren Untersuchungen im Rahmen des 6. Dialogforums am Dienstag, 7. Mai 2019, präsentiert. Die Veranstaltung findet im Vereinshaus in Herzogenaurach statt.

Dokumentation Lokalforum „Erlangen Süd“

Bilder Lokalforum „Erlangen Süd“